Das Projekt

Die Aktion für denkmalwürdige Frauen aus München wurde um die Weihnachtszeit 2021 in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt gestartet und sehr positiv aufgenommen. Im März 2022 wurde die Aktion im Rahmen von #sieinspiriertmich 2022 erweitert: es kamen 20 weitere Frauen hinzu, die Plakate wurden auch an weiteren Orten ausgestellt mit der Intension die Aufmerksamkeit aller Münchner auf das zu Thema richten.

Denkmale für Frauen sind im Münchner Stadtbild leider kaum zu finden. Auch in der Geschichtsschreibung werden Frauen selten dargestellt. Anstelle von „echten“ Denkmalen aus Bronze oder Stein möchten wir deshalb für bedeutende Münchnerinnen zumindest Erinnerung und Gedenken schaffen: wir wollen auf niederschwellige Art möglichst viele Frauen in der Öffentlichkeit vorstellen. Plakate mit Porträtbild und kurzem, prägnantem Text sollen Leben und Arbeit jeweils einer Frau vorstellen. Postkarten und Führungen tragen dazu bei, dass möglichst viele heutige Mitmenschen erfahren, wieviel Frauen bei der Entwicklung unserer Technik und Gesellschaft beigetragen haben.

In März 22 haben wir vor allem den partizipativen Aspekt verstärkt und konnten weitere Mitmachende gewinnen und Vorschläge erhalten zur Benennung von bedeutenden Münchnerinnen und der Darstellung ihrer Verdienste, sowie beim Finden von Aushängemöglichkeiten und dem Kennenlernen der Münchnerinnen, die eigentlich ein Denkmal verdient hätten.

Die Plakate wurden in der Musiktheatercollage „…und Fenster zur Welt“ von Kristina Wuss im Akademischen Gesangverein eingesetzt und auch im Archiv der Monacensia haben Plakate und Postkarten einen Platz erhalten.

Pandemie
Alle Teile des Projekts wurden explizit für die Herausforderungen der Pandemie-Zeit konzipiert. Sogar bei vollständigem Lockdown können die Plakate in den Schaufenstern beim Spazierengehen Interesse wecken sich mit dem weiblichen Teil unserer Geschichte zu befassen.

Plakate
Bisher sind insgesamt sind nun die Lebensgeschichten von 32 Münchnerinnen als Plakate aufbereitet. Die Plakate sind seit Ende September in der Stadtbibliothek Isarvorstadt in der Kapuzinerstraße aufgehängt. Wir freuen uns über weitere Ideen um die Plakate aufzuhängen, damit alle Menschen beim Einkaufen oder Flanieren sich über die historischen Verdienste von Münchnerinnen informieren und die Lücke der Geschichtsschreibung zum Verdienst der Frauen schließen.

Postkarten
Die Postkarten dienen als Werbung für das Projekt und liegen in den ausstellenden Geschäften aus. Inzwischen werden auch von Schulen und Einrichtungen „Schau mal - Frau!“-Pakete (Plakate und/ oder Postkarten) angefragt, die zu Schulungszwecken dienen.

Organisation und Konzeption#

Adelheid Schmidt-Thomé (Vergessene Münchnerinnen), sowie KuSch e.V. und Verein für Münchner Stadtteilgeschichte e.V. GeschichtsWerkstatt Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.

Gestaltung der Plakate: Anne Schmidt

Es ist allen Beteiligten ein großes Anliegen die vielen gesellschaftlichen Beiträge der Frauen in der Geschichte Münchens zu darzustellen.